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Die Promodoro-Technik: Gib deiner Produktivität einen Boost!

Hast du auch manchmal Probleme dich zu konzentrieren und deinen Fokus aufrecht zu erhalten? Dann solltest du auf jeden Fall die Promodoro-Technik ausprobieren. Sie hilft dir dabei Ablenkungen auszublenden und möglichst viele Aufgaben in einer kurzen Zeit zu schaffen – ganz ohne Stress, denn du machst regelmäßige Pausen, um zu entspannen und Luft zu holen. Und das beste an dieser Technik ist: Sie ist super einfach. Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du sie kinderleicht umsetzen kannst.

Was ist die Promodoro-Technik?

Die Promodoro-Technik wurde in den 1990er Jahren von dem Entwickler und Unternehmer Francesco Cirillo entwickelt. Er hat das System ‚Promodoro‘ nach seinem tomatenförmigen Timer benannt, mit dem er als Student an der Universität gearbeitet hatte. Seine Methode dabei ist sehr einfach: Wenn du eine große Aufgabe oder eine Serie von Aufgaben vor dir hast, dann brich sie in kleine Intervalle (Promodoros) herunter und trenne sie durch kurze Pausen voneinander. Dadurch trainierst du dein Gehirn sich auf kurze Zeitperioden zu fokussieren und arbeitest wesentlich effizienter.

Promodoro ist ein zyklisches System. Du arbeitest in kurzen, schnellen Einheiten, um sicherzustellen, dass du kontinuierlich produktiv bist. Außerdem machst du regelmäßige Pausen, um sicherzustellen, dass du kreativ bleibst und deine Motivation nicht absinkt.

Wie die Promodoro-Technik funktioniert

Die Promodoro-Technik ist wahrscheinlich die einfachste Produktivitätsmethode, die du finden kannst. Alles was du benötigst ist ein Timer. Darüberhinaus brauchst du keine speziellen Apps, Bücher oder andere Werkzeuge. Als Unterstützung kannst du aber natürlich Cirillo’s Buch ‚Die Promodoro-Technik‘ lesen. Der einfachste Weg zu starten ist, dich an die folgenden fünf Schritte zu halten:

1) Wähle eine Aufgabe aus, die du erledigen möchtest

2) Stelle deinen Promodoro auf 25 Minuten (Der Promodoro ist dein Timer)

3) Arbeite an dieser Aufgabe solange, bis dein Timer klingelt

4) Mach eine kurze Pause von etwa fünf Minuten

5) Nach jeweils vier Promodoros solltest du eine längere Pause machen

Die längere Pause sollte in der Regel zwischen 15-30 Minuten lang sein. Tue in der Zeit etwas, was dich entspannt und deine Batterien wieder auffüllt. Mache zum Beispiel einen kurzen Spaziergang oder lese in einem Buch. Wiederhole diesen Prozess einige Male während deines Arbeitstages und du wirst merken, wieviel mehr du geschafft hast. Versuche wenn möglich dein Handy während der einzelnen Promodoros auf Flugmodus zu stellen, um deiner Produktivität einen extra Kick zu geben.

Aber natürlich ist das Handy nicht die einzige mögliche Quelle für eine Ablenkung. Da die Promodoro-Technik von außen für andere nicht einsehbar ist, kann es schnell vorkommen, dass du durch Kollegen oder ein Meeting aus deiner Konzentration gerissen wirst. Du hast dann zwei Möglichkeiten. Beende den Promodoro an dieser Stelle und mache später weiter oder schiebe die Ablenkung auf, bis deine aktuelle Einheit beendet ist. Cirillo rät an dieser Stelle zu folgender Strategie:

1) Informiere dein (ablenkendes) Gegenüber darüber, dass du gerade an etwas arbeitest

2) Stimme eine Zeit ab, wann du auf dein Gegenüber und sein Anliegen zurück kommst

3) Trage dir das Follow-Up direkt in den Kalender ein

4) Melde dich bei deinem Gegenüber zur verabredeten Zeit von dir aus zurück

Natürlich lässt sich nicht jede Ablenkung so simpel regeln und manche Dinge benötigen eine sofortige Reaktion deinerseits. Manchmal ist es daher auch passend, wenn du deinem Kollegen sagst „Ich bin gerade in einer wichtigen Aufgabe, kann ich mich in zehn Minuten bei dir melden?“ Dadurch stellst du nicht nur sicher, dass du in deiner Konzentrationsphase bleibst, sondern behältst auch selber die Kontrolle über deinen Arbeitstag.

Wie du mit der Promodoro-Technik loslegst

Da du als einziges Werkzeug lediglich einen Timer benötigst, kannst du dir auch ganz einfach dein Handy oder eine alte Eieruhr schnappen. Cirillo empfiehlt hierbei eine manuelle Uhr, da er davon überzeugt ist, dass das aufziehen der Uhr wie eine Art Versprechen an sich selber ist. Wenn du aber gern mit dem digitalen Zeitalter gehen oder nicht immer eine Eieruhr in deiner Tasche haben möchtest, kommen hier ein paar hilfreiche Promodoro-Apps für dich:

Marinara Timer (Web) ist eine Web-App, die du ganz einfach in einem Tab geöffnet lassen kannst. Du kannst dir hier flexibel eigene Zeiten und Pausen einstellen und sie an deine Bedürfnisse anpassen. Und das beste ist, du musst rein gar nichts installieren oder herunterladen.

Tomighty (Win/Mac/Linux) ist ein Promodoro-Timer für deinen Desktop, welcher automatisch nach den klassischen Promodoro-Zeiten arbeitet. Du kannst ihn aber auch nach eigenen Wünschen konfigurieren.

Pomodorable (OS X) ist eine Kombination aus Promodoro-Timer und einer To-Do-App. Du hast außerdem die Möglichkeit zu schätzen, wieviele Promodoros du für deine Aufgaben benötigst und dann deinen Fortschritt auswerten.

Focus Timer (iOS) ist ein Tool für das iPhone und das iPad, welches sehr viele Features enthält. Du kannst deine Arbeits- und Pausenintervalle bestimmen, deine Arbeitshistorie einsehen und auch die Töne individuell anpassen. Wenn du magst, kannst du im Hintergrund sogar eine Uhr ticken lassen, damit du motiviert bleibst.

Dies war nur eine kleine Auswahl an möglichen Tools. Experimentiere auch gern mit weiteren, um für dich die optimale Lösung zu finden. Aber denk auch immer daran, dass der Fokus bei der Promodoro-Technik auf der Arbeit und nicht dem Timer liegen sollte.

Wie du Promodoro nutzen solltest

Außerdem ist es sehr wichtig, dass du dir bewusst machst, dass Promodoro ein Produktivitätssystem ist und keine in Stein gemeißelten Gesetze. Wenn du gerade im Flow bist oder einen kreativen Erguss hast und dein Timer klingelt, dann drücke auf Pause und mache die Aufgabe zu Ende. Du kannst die Pause dann im Anschluss nehmen. Das Ziel ist, dass du dich konzentrierst und fokussierst. Aber ebenso solltest du dir auch Zeit geben, um mal durchzuschnaufen.

Denke auch daran, dass Promodoro nur eine von vielen Methoden ist und nicht unbedingt die richtige für dich sein muss. Versuche also nicht die Technik auf jeden Fall umzusetzen, wenn du merkst, dass es nicht optimal für dich ist. Produktivität ist nicht alles, aber es ist definitiv wichtig, um Zeit einzusparen und dann die Dinge zu tun, an denen du wirklich Spaß hast. Wenn dir diese Methode dabei hilft, ist das super. Wenn nicht, versuche es nicht zu erzwingen.

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